Wasser braucht Schutzgebiete

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nr.1. Ohne Wasser kann der Mensch nur wenige Tage überleben! Da Trinkwasser aber nur begrenzt verfügbar und qualitativ sehr empfindlich ist, müssen wir es besonders sorgsam schützen. Deshalb gibt es für alle Öffentlichen Trinkwassergewinnungsanlagen ein Wasserschutzgebiet, das in verschiedene Zonen eingeteilt ist.

Zeichnung einer Landschaft mit Schutzzonen
Die Schutzzonen eines Wasserschutzgebietes als Schemazeichnung; Grafik: Claus J. Lienau, München

Die Zone I - der Fassungsbereich
soll die Stelle an der das Trinkwasser aus dem Untergrund gewonnen wird, das heißt den Brunnen oder die Quelle vor jeglicher Verschmutzung schützen. Er ist eingezäunt und darf nicht betreten werden.

Zone II - die engere Schutzzone
umfasst das Gebiet, aus dem die Fließzeit des Grundwassers zum Brunnen oder der Quelle weniger als 50 Tage beträgt. Das ist die Zeitspanne, in der mögliche mikrobiologische Verunreinigungen im Grundwasser abgebaut werden. Um neuerliche Verkeimung auszuschließen, sind in dieser Zone jegliche Bodeneingriffe, Bebauung und Abwasserkanäle untersagt. Zum Schutz vor Krankheitserregern ist außerdem die organische Düngung mit Gülle, Jauche oder Festmist verboten.

Zone III - die weitere Schutzzone
soll das gesamte Gebiet umfassen, aus dem Grundwasser in die Wasserfassung strömt. Deshalb werden dort keine größeren Eingriffe im Boden erlaubt, um Trinkwasser vor gefährlichen und langlebigen Chemikalien zu schützen.

Animation straten

Animation Wasser braucht Schutzgebiete

Abbildung des Verkehrsschildes "Wasserschutzgebiet"
Die blauen Schilder mit dem Hinweis 'Wassserschutzgebiet' hat jeder schon mal gesehen.

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

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